Standesämter verwalten Daten ab dem Jahr 1875, in manchen Orten sogar ab 1800. Standesämter führen keine Kirchenbücher.
Für alle standesamtliche Unterlagen ab dem 01.10.1874 bis zum 08.05.1945 der sogenannten "ehemaligen deutschen Ostgebiete"(= Gebiete, die seit dem Ende des 2.Weltkriegs nicht mehr zu Deutschland gehören) empfiehlt sich eine Anfrage beim Standesamt I in Berlin unter www.berlin.de/standesamt1/urkunden.
In Kirchenbüchern sind die Daten ab ca. 1490 verzeichnet Bei der Suche ist dabei aber die entsprechende Konfession zu beachten. Im Einwohnermeldeamt werden Daten seit dem 19.Jahrhundert verwaltet. Seit etwa 1800 können Sie Adressbücher und Einwohnerverzeichnisse in den Gemeinden finden.
Kleiner Hinweis: Heiratsurkunden wurden grundsätzlich unter dem Namen des Mannes archiviert!
Sehr gute private Quellen sind ebenso alte private Fotoalben oder auch Friedhöfe. Bei Fotoalben sollte man sich von noch lebenden Verwandten die Fotos zeigen und erklären lassen. Hilfreich sind ebenfalls die Untertitel der Fotografien. Am besten auf der Rückseite der Fotos Namen, Daten, Verwandtschaftsgrad usw. notieren.
Auf Friedhöfen können Sie ebenso fündig werden. Auf alten Grabsteinen werden meist nicht nur das Geburts- und Sterbedatum angezeigt, sondern auch der Beruf, den die Person ausgeübt hat. Und wenn eine ältere Dame oder Herr an einem Grab gerade die Blumen giesst, dann fragen Sie sie oder ihn doch mal ganz nett, ob er näheres zu einer verstorbenen Person weiß.
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